Millionen-Umsatz durch Lean Management Methoden: Jonas Eiserts radikaler Weg zur Skalierung

Viele Unternehmer träumen vom Millionen-Umsatz, scheitern aber an der Realität des Alltags. Sie stecken im operativen Chaos fest, sind Sklaven ihrer eigenen Firma und jeder Wachstumsschritt fühlt sich an wie ein Kampf gegen Windmühlen. Jonas Eisert, Gründer von Loft Film, kennt diesen Schmerz. Er startete als digitaler Nomade, der von der Hand in den Mund lebte, bis er eine Entscheidung traf: Schluss mit dem Klein-Klein. Heute führt er mehrere Multimillionen-Unternehmen.

Sein Geheimnis? Er hat seine Agentur nicht als Künstler-Atelier, sondern als Hochleistungsmaschine aufgebaut. „Ich will, dass du dir das vorstellst wie ein Fließband“, sagt Jonas im Gespräch mit Bastian Schmidt. Er hat verstanden, dass Skalierung nur durch radikale Standardisierung funktioniert. Hier erfährst du, wie er mit replizierbaren Systemen den Sprung von sechs- auf siebenstellige Monatsumsätze geschafft hat.

1. Das Fließband-Prinzip: Warum Individualität dein Wachstum tötet

Die meisten Agenturen scheitern an der Skalierung, weil sie jedes Projekt wie ein Kunstwerk behandeln. Jonas Eisert hat diesen Ansatz komplett gedreht. Für ihn ist ein Loft Film kein kreatives Experiment, sondern ein Produkt, das funktionieren muss. Um das zu gewährleisten, nutzt er Lean Management Methoden, die man sonst aus der Automobilindustrie kennt. Jeder Handgriff sitzt.

„Wenn wir es einmal rausgefunden haben, wie es geht, dass wir es nie wieder falsch machen“, erklärt Jonas. Das Ziel ist eine gleichbleibende Qualität, egal welcher Mitarbeiter die Aufgabe übernimmt. Das klingt unsexy? Vielleicht. Aber es ist der einzige Weg, um nicht mehr selbst im Maschinenraum stehen zu müssen. Du musst Systeme bauen, die replizierbar sind – wie ein Code: „Wenn das passiert, dann macht die App das.“

2. Wissen konservieren: Die Macht der 6.200 Schulungsvideos

Wie bekommst du das Wissen aus deinem Kopf in die Köpfe deiner Mitarbeiter? Jonas Antwort ist brachial: Interne Schulungsvideos. Angefangen mit einem kleinen Kurs von 15 Videos, verfügt Loft Film heute über eine Bibliothek von mehr als 6.200 internen Videos. Das ist gelebte Organisationsentwicklung.

Anstatt jedem neuen Mitarbeiter alles von vorne zu erklären, setzt Jonas auf das Prinzip der Universität: „Du lernst erst mal alles, was Leute rausgefunden haben, die vor dir waren.“ Das spart nicht nur Zeit, sondern eliminiert auch Fehlerquellen. Neue Mitarbeiter werden so schneller profitabel und können auf einem bestehenden Fundament aufbauen, statt das Rad neu zu erfinden.

3. Kaizen im Alltag: Prozessoptimierung als Daueraufgabe

Ein System ist nie fertig. Es lebt. Wenn bei Loft Film ein Fehler passiert, wird nicht der Mitarbeiter angeschrien, sondern der Prozess hinterfragt. „Dann ändern wir den Prozess und wir wissen, ab sofort gibt es hier einen neuen Handgriff“, so Jonas. Das ist konsequente Prozessoptimierung.

Diese Kultur der kontinuierlichen Verbesserung sorgt dafür, dass das Unternehmen mit jedem Fehler stärker wird. Jonas nutzt Checklisten, die teilweise 30 Seiten lang sind, um sicherzustellen, dass selbst bei komplexen Events nichts vergessen wird. Es geht darum, das Zufallsprinzip durch garantierte Ergebnisse zu ersetzen.

4. Agiles Entscheiden: Geschwindigkeit durch klare Strukturen

Trotz aller Standardisierung muss ein Unternehmen flexibel bleiben. Jonas nutzt einen agilen Ansatz für Entscheidungen. In wöchentlichen Meetings mit den Führungskräften werden Ideen diskutiert und sofort entschieden: Machen oder lassen? „Manche Sachen sind nach einer halben Stunde Diskussion: Nein. Und manche Sachen: Ja, lass machen.“

Wichtig ist dabei der Fokus auf strategische Ziele. Jonas prüft ständig, ob er an den richtigen Dingen arbeitet oder sich im Klein-Klein verliert. Er nutzt ein einfaches Time-Tracking, um sich selbst zu disziplinieren: „Arbeitest du eigentlich gerade auf das richtige Ding hin oder bist du einfach nur im Trott?“

Fazit: Übernimm Verantwortung und bau deine Maschine

Jonas Eiserts Erfolg ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von harter Disziplin und smarten Systemen. Er hat aufgehört, sich als das Opfer von Umständen zu sehen und angefangen, Verantwortung für jeden Aspekt seines Business zu übernehmen.

Wenn du konstant wachsen willst, musst du aufhören, alles selbst zu machen. Bau Prozesse, die unabhängig von dir funktionieren. Oder wie Jonas es sagt: „Es tut mir nicht körperlich weh zu sagen, ich gebe Vollgas.“ Also, worauf wartest du? Fang an, deine Prozesse zu dokumentieren und dein Unternehmen zur Maschine zu machen.